Homelift fürs Einfamilienhaus: Kosten & Platzbedarf

Der kompakte Aufzug fürs eigene Haus: wann er dem Treppenlift überlegen ist, wie viel Platz er braucht und wie sich Homelift, Hublift und Senkrechtlift unterscheiden.

Ein Homelift ist ein kompakter Aufzug für das eigene Haus. Er fährt senkrecht zwischen zwei oder mehr Ebenen — nicht an der Treppe entlang, sondern daneben, im Treppenauge oder in einem eigenen Schacht. Die Treppe bleibt dabei vollständig frei. Das macht ihn zu einer möglichen Lösung, wenn ein Treppenlift an der Breite scheitert oder ein ausreichend dimensioniertes Modell einen Rollstuhl aufnehmen soll.

Warum hier keine Preise stehen: Die neu ausgewerteten Herstellerunterlagen liefern technische Maße, aber keine vergleichbaren Komplettpreise einschließlich Deckendurchbruch, Schacht, Türen und Montage. Damit entsteht noch keine belastbare Preisgrundlage. Statt eine nicht belegbare Spanne zu übernehmen, nennen wir für Homelifte weiterhin keinen Pauschalpreis. Eine Preisorientierung für die übrigen Bauformen finden Sie unter Treppenlift Kosten.

Wann ein Homelift sinnvoll ist

  • Die Treppe ist zu schmal für einen Sitzlift — unter etwa 60 cm.
  • Ein Rollstuhl soll mitfahren, und Nutzfläche, lichte Türbreite, Zugangsrichtung und Bewegungsfläche lassen sich mit einer geeigneten Homelift-Variante herstellen.
  • Mehrere Etagen sind zu überwinden. Der Homelift bedient sie in einer Fahrt.
  • Die Treppe soll frei bleiben — im Mehrfamilienhaus oft die einzige Möglichkeit, die geforderte Restbreite des Rettungswegs zu erhalten.
  • Mögliche längerfristige Nutzbarkeit — ein Homelift kann sich an unterschiedliche Alltagssituationen besser anpassen als ein reiner Sitzlift. Ob er bei verändertem Unterstützungsbedarf weiter geeignet ist, hängt insbesondere von Kabinenmaßen, Türen und Bedienkonzept ab.

Was ein Homelift braucht

Eine pauschale Grundfläche gibt es nicht. In den ausgewerteten Standardkonfigurationen reichen die veröffentlichten Außen- oder Schachtmaße von kompakten Lösungen unter einem Quadratmeter bis zu deutlich mehr als zwei Quadratmetern. Entscheidend ist das Außen- oder Schachtmaß der konkreten Ausführung — nicht allein die kleinere Kabinen- oder Plattformfläche. Vor jeder Tür kommt zusätzlich Bewegungsfläche hinzu.

Mögliche Aufstellorte sind das Treppenauge — der offene Schacht in der Mitte einer gewendelten Treppe —, ein Anbau an der Außenwand oder ein Bereich innerhalb eines Raums. Viele der verglichenen Systeme kommen ohne separaten Maschinenraum aus. Die Grube reicht je nach Bauart von keiner Grube beziehungsweise einer Rampe über etwa 5 cm bis zu 25 cm; das ist weniger als bei vielen klassischen Aufzügen, aber nicht gleichbedeutend mit einem Einbau ohne Bauarbeiten.

Bei einem innen aufgestellten, schachtlosen Homelift ist regelmäßig ein Deckendurchbruch nötig. Bei einem außen angesetzten Schacht treten an seine Stelle vor allem Wandöffnungen und die Gründung des Schachts. Welche Tragwerksarbeiten und Genehmigungen erforderlich sind, richtet sich nach Gebäude, Bauart und Landesbauordnung. Klären Sie das früh — es beeinflusst Zeitplan und Kosten häufig stärker als die Ausstattung.

Technische Maße im Modellvergleich

Die Tabelle ordnet veröffentlichte Standardkonfigurationen ein. Maße sind als Breite × Tiefe angegeben. Sie sind keine Einbauzusage: Türen, Zugangsrichtung, Wandabstände, Durchbruch, Bewegungsfläche und Sonderausstattung können den realen Platzbedarf verändern.

ModellAußen-/SchachtmaßNutzmaßFörderhöhe / HalteGrube / SchachtkopfTraglast / Strom
Aritco HomeLift Compact84 × 88 bis 134 × 93 cm58 × 80,5 bis 108 × 80,5 cmbis 15 m / bis 65 cm oder Rampe / 224,8 cm250 kg / 230 V
Aritco HomeLift Access130 × 116 bis 150 × 170 cm; Langvariante 140 × 210 cm90 × 104 bis 110 × 158 cm; Langvariante 100 × 198 cmbis 13 m / bis 65 cm oder Rampe / mindestens 224 cm250 bis 500 kg / je nach Ausführung 230 oder 400 V
Cibes A400096 × 88,2 bis 146 × 98,2 cm60 × 83 bis 110 × 93 cmaktuelle Online-Angabe bis 20 m / bis 60 oder 5 cm / etwa 230 cm300 kg / 230 V
Cibes A5000136 × 150,9 bis 146 × 164,5 cm80 × 121,7 bis 110 × 159,7 cmaktuelle Online-Angabe bis 15 m / bis 60 oder 5 cm / etwa 230 cm400 oder 500 kg / konfigurationsabhängig
TK Elevator H100öffentliches Maßschema nicht eindeutig nach Kabine und Außenmaß getrenntkonfigurationsabhängigbis 12 m / bis 65 cm / 243 cm250 bis 400 kg / Anschluss projektabhängig
TK Elevator H200öffentliches Maßschema nicht eindeutig nach Kabine und Außenmaß getrenntkonfigurationsabhängigbis 15 m / bis 612 cm / 225 cm250 bis 400 kg / Anschluss projektabhängig
TK Elevator H300öffentliches Maßschema nicht eindeutig nach Kabine und Außenmaß getrenntkonfigurationsabhängigbis 18 m / bis 616 bis 25 cm / 210 bis 263 cm250 bis 400 kg / Anschluss projektabhängig
Lifton DUOAufstellfläche 109 × 85 cmKabine 77 × 67 cmbis 4,5 m / 2kein Schacht, keine Grube; Deckendurchbruch nötig170 kg / 230-V-Steckdose
Lifton TRIOAufstellfläche 109 × 134 cmKabine 77 × 115 cm; Einstieg 82 cmbis 4,5 m / 2kein Schacht, keine Grube; Deckendurchbruch nötig250 kg / 230-V-Steckdose
Garaventa Genesis Typ BAufstellfläche 113 × 118 bis 160 × 160 cmPlattform 70 × 108,5 bis 115 × 148,5 cmbis 13 m / bis 65 cm / 225 cm400 kg / 230 oder 400 V
Garaventa SAESchacht außen 154 × 164 cmStandardkabine 110 × 140 cm15,45 m, eingeschränkt bis 19,45 m / bis 613, 15 oder 20 cm / 260 oder 280 cm300, 400 oder 500 kg / 230 V
Herstellerangaben zu Standardvarianten, Abruf und Abgleich am 10. August 2026. „Nutzmaß“ bezeichnet je nach Bauart Kabine oder Plattform; Außen- und Schachtmaße sind nicht mit der Nutzfläche gleichzusetzen.

Was die Zahlen praktisch bedeuten: Die kleinste veröffentlichte Außenbreite in dieser Auswahl liegt bei 84 cm, die dazugehörige Nutzbreite aber nur bei 58 cm. Daraus lässt sich keine allgemeine Mindestbreite für Homelifte und erst recht keine Rollstuhleignung ableiten. Für einen Rollstuhl müssen Nutzfläche, lichte Türbreite, Zugang und Wendefläche der konkreten Variante zusammenpassen.

Bei Cibes und TK Elevator weichen ältere Broschüren in einzelnen Punkten von den aktuellen Produktseiten ab, unter anderem bei Förderhöhe, Grube oder Schachtkopf. Auch die Aritco-Online-Tabelle enthält beim größten Compact-Außenmaß derzeit eine unplausible Tiefe von 80 cm, obwohl die Kabine 80,5 cm tief ist; der Produktkatalog nennt 93 cm, dieser Wert steht in der Tabelle. Solche Abweichungen werden nicht rechnerisch „glattgezogen“. Für die Planung gilt ausschließlich das datierte technische Datenblatt der angebotenen Konfiguration.


Die Spannen auf dieser Seite dienen der Preisorientierung. Ihren Preis nennt Ihnen niemand ohne Aufmaß — und zwei Angebote unterscheiden sich schnell um mehrere tausend Euro, obwohl dieselbe Treppe gemeint ist. Genau deshalb lohnt der Vergleich.

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Vermittlungsangebot: Bei einer Anfrage kann Ihre Angabe an bis zu drei regionale Fachbetriebe weitergeleitet werden. Diese vergüten uns für die Vermittlung; für Sie bleibt die Anfrage kostenlos und unverbindlich. Unsere redaktionellen Inhalte werden nicht von Herstellern gesponsert oder bezahlt.


Homelift oder Treppenlift?

KriteriumHomeliftTreppenlift
Platzierungneben der Treppe, senkrechtauf der Treppe, schräg
Treppe bleibt freimeist jaje nach Einbau eingeschränkt
Rollstuhlnutzungmodellabhängig möglichmit geeigneter Plattformlösung
Mehrere Etagenmodell- und gebäudeabhängigmöglich, oft aufwendiger
Baulicher Aufwandhäufig höher; Bauart prüfenmeist geringer
Preiskonkretes Angebot erforderlichgrob ab etwa 4.000 €
Einbauzeitprojektabhängigprojektabhängig
Homelift oder Treppenlift?

Als Entscheidungsregel: Wenn ein Sitzlift technisch passt und die Person ihn sicher nutzen kann, sollte zunächst dessen konkretes Gesamtangebot mit dem Homelift verglichen werden. Ein Homelift kommt besonders dann in Betracht, wenn die Treppe ausscheidet, mehrere Ebenen verbunden werden sollen oder ein ausreichend dimensioniertes Modell den Rollstuhl aufnehmen soll.

Senkrechtlift, Hublift, Homelift — die Abgrenzung

Diese drei Begriffe überschneiden sich und werden uneinheitlich verwendet:

  • Homelift — senkrechtes System mit Kabine oder Plattform, je nach Bauart mit werkseitigem Schacht oder schachtlos; häufig für mehrere Ebenen im Wohngebäude.
  • Hublift — offene Plattform, begrenzte Hubhöhe bis etwa drei Meter, typischerweise am Hauseingang.
  • Senkrechtlift — Oberbegriff für beide; der Begriff sagt nur, dass die Bewegung senkrecht erfolgt.

Für die Angebotsanfrage heißt das: Beschreiben Sie die Höhe, die Zahl der Etagen und ob ein Rollstuhl mitfahren soll — nicht den Produktnamen.

Zuschuss

Ein Homelift ist eine wohnumfeldverbessernde Maßnahme; die Pflegekasse beteiligt sich bei anerkanntem Pflegegrad mit bis zu 4.180 € pro Person (§ 40 Abs. 4 SGB XI, Stand August 2026). Gemessen an den Gesamtkosten deckt das nur einen kleinen Teil. Prüfen Sie deshalb ergänzend Förderprogramme und steuerliche Wege — bei einer solchen Investition fällt beides stärker ins Gewicht als beim Sitzlift.

Der Betrag ist kein Automatismus. Die Pflegekasse prüft im Einzelfall, ob die Maßnahme die häusliche Pflege ermöglicht, erheblich erleichtert oder eine möglichst selbstständige Lebensführung wiederherstellt. Nach dem derzeitigen allgemeinen Konsens in der Beratungspraxis gilt: Stellen Sie den Antrag vor jeder verbindlichen Bestellung oder Beauftragung und vor Beginn der Maßnahme. Warten Sie möglichst die schriftliche Bewilligung ab. Verlassen Sie sich nicht auf eine nachträgliche Erstattung; die Pflegekasse entscheidet im Einzelfall.

Häufige Fragen

Wie viel Platz braucht ein Homelift?

Das lässt sich nicht mit einer einzigen Quadratmeterzahl beantworten. In der ausgewerteten Auswahl reichen Außen- oder Schachtflächen von rund 0,74 m² bis deutlich über 2 m²; einzelne längere Varianten liegen darüber. Maßgeblich sind Außenmaß, Türanordnung, Durchbruch beziehungsweise Schacht und die Bewegungsfläche vor der Tür — nicht nur die Kabinenfläche.

Braucht ein Homelift eine Baugenehmigung?

Das hängt von der Landesbauordnung und davon ab, ob tragende Bauteile betroffen sind. Klären Sie es vor der Planung mit der örtlichen Bauaufsicht.

Kann ein Homelift im Treppenauge eingebaut werden?

Das kann funktionieren, wenn Außenmaß, Sicherheitsabstände, Zugänge und Tragwerk passen und der freie Bereich über alle bedienten Ebenen durchgängig ist. Schon kompakte Systeme unterscheiden sich deutlich zwischen Nutz- und Außenmaß; deshalb entscheidet ein maßstäblicher Plan oder das Aufmaß, nicht die sichtbare Breite des Treppenauges allein.

Lohnt sich ein Homelift im Einfamilienhaus?

Das kann sinnvoll sein, wenn ein Treppenlift technisch ausscheidet, mehrere Ebenen verbunden werden sollen oder ein passend dimensioniertes Modell für einen Rollstuhl benötigt wird. Ob sich die Investition wirtschaftlich und praktisch lohnt, lässt sich erst aus Gebäudeplanung, voraussichtlicher Nutzung und vergleichbaren Komplettangeboten beurteilen.

Über den Autor

Oliver Gelbrich hat dieses Portal aufgebaut, nachdem er für seine eigenen Eltern nach einem Treppenlift recherchiert hat. Was ihm dabei aufgefallen ist: Die Angaben gehen weit auseinander, entscheidende Maße fehlen, und welche Kasse wieviel zuzahlt, versteht man erst nach Stunden. Seine Rechercheergebnisse sammelt er hier an einer Stelle — mit offengelegten Quellen, damit Sie jede Zahl selbst nachprüfen können. Mehr über die Redaktion und unsere Arbeitsweise


Quellen und Recherchestand dieser Seite

Die technischen Tabellenwerte stammen aus aktuellen Herstellerseiten oder Hersteller-PDFs. Wo der Hersteller Maße nicht eindeutig als Kabinen-, Außen- oder Schachtmaß trennt oder aktuelle Webseiten von älteren Broschüren abweichen, ist das im Text kenntlich gemacht. Recherchestand: 10. August 2026.

Amtliche Verzeichnisse und Behörden

Grundlage für Angaben zu Zuschüssen, Erstattung und Zuständigkeiten.

Rechtsgrundlagen

Die zitierten Vorschriften im Volltext.

Technische Normen

Maßgebliche Regelwerke für Konstruktion und Einbau.

Herstellerunterlagen zu Homeliften

Primärquellen für Maße, Förderhöhen, Haltestellen, Grube, Schachtkopf, Traglast und Stromanschluss.

Zur Herkunft einzelner Angaben

Für Homelifte führen wir weiterhin bewusst keine Preisspanne. Die ausgewerteten Herstellerunterlagen belegen technische Unterschiede bei Aufstell- und Nutzfläche, Förderhöhe, Haltestellen, Grube, Schachtkopf, Traglast und Anschluss. Sie enthalten aber keine miteinander vergleichbaren Komplettangebote einschließlich Bau- und Montageleistungen. Aus technischen Daten allein lässt sich deshalb keine belastbare Preisspanne ableiten.

Was diese Seite nicht leisten kann

Herstellerangaben gelten für Standardausführungen; ob eine Lösung bei Ihnen funktioniert, entscheidet das Aufmaß vor Ort. Angaben zu Zuschüssen und Erstattung ersetzen keine Beratung durch Ihre Kranken- oder Pflegekasse.

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